Social Media Reichweite

Dmitrij Tarasenko

2. Juli 2026 • 5 min read

Social Media Reichweite aufbauen – Wenn deine Brand nicht wie ein Creator denkt, dann lösch dein Profil.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum herkömmliche Social Media Reichweite stagniert
  2. Der Perspektivwechsel: Content für die Zielgruppe
  3. Social Media ist die neue Webseite
  4. Mehr Authentizität für höhere Social Media Reichweite
  5. Video und Formate als Schlüssel zum Erfolg
  6. Fazit: Umdenken für mehr Reichweite

Warum herkömmliche Social Media Reichweite stagniert

Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 200 Entscheider aus Konzernen, Mittelstand und schnell wachsenden Marken saßen bei der OMR 2026 in der Masterclass von Creatorin Merle Loosen und CREW10-Gründer Dmitrij Tarasenko. Vertreter aus Branchen wie Pharma, Lebensmittel, Fashion, Lifestyle und Industrie hatten sich versammelt, um eine Frage zu beantworten, die aktuell nahezu jedes Unternehmen beschäftigt: Wie schafft man es heute noch, auf Social Media sichtbar zu werden?

Die große Resonanz auf die Masterclass kam nicht von ungefähr. Viele Unternehmen spüren, dass die Mechanismen, die vor einigen Jahren noch funktioniert haben, heute kaum noch Wirkung entfalten. Social Media Reichweite entsteht nicht mehr automatisch durch regelmäßiges Posten. Hochwertige Bilder allein reichen nicht mehr aus. Selbst professionelle Produktionen erzielen häufig nicht die Ergebnisse, die sich Unternehmen davon versprechen. Gleichzeitig gibt es Creator, die mit vergleichsweise einfachen Mitteln Millionen Menschen erreichen und Communities aufbauen, die ihnen vertrauen und aktiv mit ihren Inhalten interagieren.

Genau darin liegt eine der größten Veränderungen im modernen Marketing.

Unternehmen konkurrieren auf Social Media längst nicht mehr mit anderen Unternehmen. Sie konkurrieren mit allem, was auf dem Smartphone ihrer Zielgruppe stattfindet. Zwischen einem Unternehmensvideo stehen ein Creator, ein Fußballclip, ein Podcast-Ausschnitt, ein virales Meme oder die neueste Unterhaltungsshow. Der Nutzer entscheidet innerhalb weniger Sekunden, welchem Inhalt er Aufmerksamkeit schenkt. Für den Algorithmus spielt es keine Rolle, ob ein Beitrag von einer internationalen Marke oder von einer Einzelperson veröffentlicht wurde. Entscheidend ist allein, ob Menschen den Inhalt konsumieren, mit ihm interagieren und ihn weiterempfehlen.

Genau deshalb verlieren viele Unternehmen auf Social Media nicht gegen ihre Wettbewerber, sondern gegen Creator.

Der Perspektivwechsel: Content für die Zielgruppe

Während Unternehmen häufig darüber nachdenken, welche Botschaft sie kommunizieren möchten, beschäftigen sich Creator mit einer ganz anderen Frage: Warum sollte sich jemand diesen Inhalt überhaupt ansehen? Dieser Perspektivwechsel mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, verändert aber die gesamte Herangehensweise an Content. Viele Marken starten bei ihrer eigenen Botschaft. Creator starten bei der Aufmerksamkeit der Zielgruppe.

Diese Entwicklung zeigt sich besonders deutlich daran, wie Menschen heute Unternehmen wahrnehmen. Vor einigen Jahren begann die Customer Journey meist bei Google. Wer sich für ein Unternehmen interessierte, besuchte die Webseite, informierte sich über Produkte oder Dienstleistungen und nahm anschließend Kontakt auf. Heute verläuft dieser Prozess häufig anders. Potenzielle Kunden schauen sich zunächst den Instagram-Auftritt an. Bewerber recherchieren auf TikTok oder LinkedIn. Geschäftspartner verschaffen sich über Social Media einen Eindruck von Unternehmenskultur, Menschen und Markenauftritt.

Social Media ist die neue Webseite

Social Media ist für viele Unternehmen längst zur neuen Webseite geworden.

Die Plattformen sind häufig der erste Berührungspunkt zwischen Marke und Zielgruppe. Noch bevor ein Nutzer die Unternehmenswebseite besucht, hat er oft bereits eine Meinung über das Unternehmen gebildet. Er hat gesehen, wie kommuniziert wird, welche Inhalte veröffentlicht werden und ob die Marke relevant wirkt. Genau deshalb ist Social Media heute weit mehr als nur ein Marketingkanal. Es beeinflusst Recruiting, Vertrieb, Employer Branding, Kundenbindung und Markenwahrnehmung gleichermaßen.

Trotzdem behandeln viele Unternehmen Social Media immer noch wie eine digitale Litfaßsäule. Produkte werden vorgestellt, Unternehmensnachrichten veröffentlicht und Leistungen erklärt. Aus Unternehmenssicht mögen diese Inhalte wichtig sein. Für die Zielgruppe sind sie häufig jedoch nicht interessant genug, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Folge sind Accounts, die zwar regelmäßig posten, aber kaum Social Media Reichweite aufbauen.

Mehr Authentizität für höhere Social Media Reichweite

Ein spannender Teil der Masterclass beschäftigte sich deshalb mit der Frage, wie Creator eigentlich denken. Merle Loosen zeigte anhand ihrer eigenen Entwicklung sehr eindrucksvoll, wie stark sich Social Media in den vergangenen Jahren verändert hat. Während früher ästhetische Bilder, hohe Postingfrequenzen und perfekt kuratierte Feeds im Vordergrund standen, gewinnen heute Persönlichkeit, Community und Authentizität. Menschen folgen nicht mehr nur schönen Bildern. Sie folgen Menschen, Meinungen, Geschichten und Perspektiven.

Genau darin liegt eine wichtige Lektion für Unternehmen.

Viele Marken investieren erhebliche Budgets in Design, Bildwelten und Markenauftritte, vernachlässigen dabei jedoch die menschliche Komponente. Dabei entsteht Vertrauen heute oft dort, wo Gesichter sichtbar werden. Mitarbeiter, Gründer, Experten und Kunden können für eine Marke deutlich mehr Aufmerksamkeit erzeugen als das hundertste Produktfoto. Menschen interessieren sich für Menschen. Dieses Prinzip gilt auf TikTok genauso wie auf Instagram, LinkedIn oder YouTube.

Ein weiteres Thema der Masterclass war die Geschwindigkeit, mit der Creator arbeiten. Während in Unternehmen häufig mehrere Abstimmungsschleifen, Freigaben und Meetings notwendig sind, reagieren Creator innerhalb weniger Stunden auf Trends, Themen und Entwicklungen. Plattformen wie TikTok oder Instagram belohnen diese Geschwindigkeit. Wer zu lange wartet, verliert häufig die Chance auf Aufmerksamkeit. Unternehmen müssen deshalb lernen, schneller zu werden, ohne ihre Markenwerte zu verlieren.

Video und Formate als Schlüssel zum Erfolg

Besonders deutlich wird das beim Thema Videomarketing. Viele Unternehmen denken beim Stichwort Video immer noch an einen einzelnen Imagefilm oder eine aufwendige Produktion. Die entscheidende Frage lautet heute jedoch nicht mehr, ob ein Unternehmen ein Video benötigt. Die eigentliche Frage lautet, wie Video dauerhaft in die Unternehmenskommunikation integriert werden kann.

Video ist längst nicht mehr nur ein Werkzeug für Werbung. Es ist ein Werkzeug für Recruiting, Vertrieb, Employer Branding, Kundenbindung und Vertrauensaufbau. Wer Video strategisch einsetzt, schafft es, komplexe Themen verständlich zu machen, Menschen emotional zu erreichen und Nähe aufzubauen. Genau deshalb spielt Videomarketing heute eine zentrale Rolle für moderne Markenkommunikation.

Dabei liegt eine der größten Herausforderungen nicht in der Produktion selbst, sondern in der Skalierung. Viele Unternehmen denken noch immer in einzelnen Projekten. Ein Drehtag soll ein Video liefern. Ein Fotoshooting soll einige Bilder erzeugen. Creator verfolgen einen völlig anderen Ansatz. Sie denken in Content-Systemen. Aus einem einzigen Produktionstag entstehen zahlreiche Inhalte für unterschiedliche Plattformen und Zielgruppen.

Ein gut geplanter Drehtag kann genügend Material für Wochen oder sogar Monate liefern. Aus einer Produktion entstehen Reels, Story-Formate, LinkedIn-Clips, Recruiting-Inhalte, Behind-the-Scenes-Material, Testimonials, Website-Videos und zahlreiche weitere Assets. Dadurch wird Contentproduktion nicht nur effizienter, sondern auch wirtschaftlicher. Gleichzeitig entsteht die notwendige Frequenz, um auf Social Media dauerhaft sichtbar zu bleiben.

Noch wichtiger als einzelne Videos sind jedoch Formate. Genau hier unterscheiden sich erfolgreiche Creator häufig von Unternehmen. Während viele Marken in einzelnen Beiträgen denken, denken Creator in wiederkehrenden Konzepten. Sie entwickeln Formate, die ihre Community wiedererkennt und regelmäßig konsumiert. Diese Wiedererkennbarkeit sorgt dafür, dass Aufmerksamkeit nicht immer wieder neu erkämpft werden muss.

Ein einzelnes Video kann viral gehen. Ein starkes Format kann über Jahre hinweg Social Media Reichweite erzeugen.

Deshalb setzen erfolgreiche Creator auf wiederkehrende Konzepte, klare Strukturen und erkennbare Muster. Die Community weiß, was sie erwartet und entwickelt dadurch Gewohnheiten. Genau dieses Prinzip lässt sich auch auf Unternehmen übertragen. Die erfolgreichsten Marken auf Social Media veröffentlichen nicht einfach Inhalte. Sie etablieren Formate.

Die zentrale Erkenntnis der OMR-Masterclass lässt sich deshalb in einem Satz zusammenfassen: Unternehmen müssen aufhören, Social Media wie Unternehmen zu denken. Wer heute Social Media Reichweite aufbauen möchte, muss verstehen, wie Creator Aufmerksamkeit erzeugen, Communities aufbauen und Menschen langfristig binden.

Fazit: Umdenken für mehr Reichweite

Die Zukunft gehört nicht den Marken mit den größten Budgets. Sie gehört den Marken, die am besten verstehen, wie moderne Kommunikation funktioniert. Den Marken, die Menschen statt Produkte in den Mittelpunkt stellen. Den Marken, die Geschichten erzählen statt Werbebotschaften zu senden. Und den Marken, die erkennen, dass Aufmerksamkeit heute die wertvollste Währung im Marketing ist.

Wer die komplette Masterclass von Merle Loosen und Dmitrij Tarasenko ansehen möchte, kann sich die Aufzeichnung hier kostenlos anschauen und die vorgestellten Strategien, Beispiele und Praxisansätze im Detail kennenlernen.

Lies auch unseren Artikel über erfolgreiches Content Marketing.

Social Media Reichweite bei CREW10

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